OVB 13.07.16: POLITIK IN DER SCHULE Wenn die Ideen die Mehrheit finden

Veröffentlicht am 17.07.2016 in MdB und MdL

Ein Vollblutpolitiker erklärt Mittelschülern die Parlamentsarbeit: Fünf Dutzend Schülern der 9. und 10. Klassen der Herzog-Heinrich-Mittelschule in Neumarkt-St. Veit ließen sich von Günther Knoblauch, Mitglied des Landtages, erklären, wie der Arbeitstag und die Regierungsarbeit im Maximilianeum aussehen.

Neumarkt-St. Veit – Nachdem der Abgeordnete wusste, wie viele der Schüler Mitglieder eines Vereins sind, verglich er die Aufgaben der Vereinsfunktionäre, die das Vereinsleben steuern, mit denen der Politiker, die sich für die Allgemeinheit einsetzen. Sie seien verantwortlich, dass genügend Schulen da sind und funktionieren, dass Ärzte ausgebildet werden und von allen erreichbar sind, oder dass eben Transporte durchgeführt werden können.

Die Arbeit der 180 Abgeordneten im Bayerischen Landtag geschehe zum Teil im Plenum, hauptsächlich aber in Ausschüssen, in denen sie sich nach ihren Kräften in verschiedensten Bereichen einbringen. Als Beispiele nannte Knoblauch die Ausschüsse Finanzen und Haushalt, Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft und er erwähnte Fachbereiche und die Kommission für „Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“.

Warum manchmal das Plenum recht leer ist, zur Abstimmung dann doch alle Abgeordneten kommen, erklärte das Mitglied des Landtages (MdL) so: „Keiner kann in allen Ausschüssen mitarbeiten. Deshalb vertraut man bei Abstimmungen auch den Freunden, die mit Fachleuten die Abstimmung vorbereitet haben.“

Und auf die Frage, was ihm an der Arbeit Spaß mache, da antwortete Knoblauch: „Wenn ich eigene Ideen habe und verwirklichen möchte, und sie finden dann bei der Abstimmung eine Mehrheit.“

Auf die Frage, wie es dazu kam, dass er Politiker wurde, erzählte Knoblauch, dass er schon als junger Mann in Vereinen mitgearbeitet und mit Freunden tolle Veranstaltungen organisiert habe. Eine solide Schulausbildung und sein berufliches Vorankommen in der Verwaltung habe Freunde veranlasst, ihn für öffentliche Ämter vorzuschlagen. „Mein Vater war schon Gemeinderat, und so schlug man mich später dafür vor. 1990 wurde ich sogar Bürgermeister der Stadt Mühldorf.“

Aus Altersgründen durfte er 2014 nicht mehr dafür kandidieren. Knoblauch konnte damit leben: Bereits im Oktober 2013 wurde er in den Bayerischen Landtag gewählt.

Die Parlamentsarbeit in München findet gewöhnlich an drei Tagen der Woche statt, die anderen Tage verbringt der Abgeordnete im Wahlkreis. In diesen Orten unterhält er eigene Büros mit Personal.

Die interessierten Schüler löcherten den Abgeordneten mit Fragen aus allen Bereichen, die Knoblauch alle erschöpfend und auch humorvoll beantwortete. Als sein wichtigstes Ziel beschrieb er die Chancengleichheit für alle. Dabei schloss er die Flüchtlinge mit ein, für deren Integration man noch viel mehr tun müsse. Mitschuld an den Flüchtlingsströmen gab Knoblauch ausbeuterischen Wirtschaftsunternehmen und den Waffenlieferanten wie der Bundesrepublik.

Auf die Frage nach seinen Vorbildern nannte Knoblauch Willy Brandt und Helmut Schmidt.

Den Fertigbau der A 94 bis nach München prognostizierte er für Oktober 2019. Und die Renten? Die bezeichnete der MdL als sicher – wenn anständige Löhne bezahlt werden und jeder auch arbeiten will. Durch 450-Euro-Jobs werde man allerdings nie genügend Rente verdienen.

Der SPD-Politiker warnte schließlich noch eingehend vor Angstmachern und Schlagwortverwendern. Er betonte: „Verhältnisse wie 1930 bis 1933 wollen wir auf keinen Fall wieder erleben.“

 
 

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